RSV




RESPIRATORISCHES SYNZYTIAL-VIRUS (RSV)




WAS WÄRE, WENN ALLE SÄUGLINGE EINE STIMME HÄTTEN?

Und was wäre, wenn sie uns mit dieser Stimme sagen würden, dass sie durch ein Virus gefährdet sind? Das Virus ist eine der Hauptursachen für stationäre Behand- lungen bei Säuglingen*1, auch wenn die meisten Fälle mild verlaufen.2 Es liegt an uns, dieser Stimme zuzuhören, zu hören, was sie zu sagen hat und zu handeln. Das ist…

Eine Stimme Für alle säuglinge

Und sie sagen mit einer Stimme: Respiratorisches Synzytial-Virus

SCHWERE RSV-INFEKTIONEN SIND SCHWER VORHERSEHBAR.3

Ob gesund und termingerecht zur Welt gekommen, zu früh geboren oder mit Vorerkrankungen – alle Säuglinge können in ihrer ersten RSV-Saison wegen einer schweren RSV-Erkrankung stationär behandelt werden müssen.3


BEDEUTET DIES, DASS FÜR ALLE SÄUGLINGE EIN RISIKO BESTEHT?

RSV ist ein saisonales Virus, das etwa 9 von 10 Kleinkinder bis zu einem Alter von 2 Jahren infiziert.4 In den meisten Fällen äußert sich eine RSV-Infektion durch leichte, erkältungsähnliche Symptome, sie kann aber auch zu unteren Atemwegs­erkrankungen (wie Bronchiolitis und Lungenentzündung) führen. International gesehen, ist RSV die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen unter 12 Monaten.*1

IN DER REGEL SIND KRANKENHAUSAUFENTHALTE NUR EIN TEIL DER RSV-BELASTUNG:

97 % der Arztbesuche für Kinder unter 5 Jahren mit RSV in den USA erfolgen ambulant, davon ein Viertel in der Notaufnahme.**6,16,17 Ähnliche Untersuchungen laufen derzeit auch in Deutschland.



Es sind nicht nur Frühgeborene oder Kinder mit einer Vorerkrankung, die mit RSV einen schweren Verlauf haben können: Die Mehrheit der Säuglinge, die wegen RSV stationär behandelt werden, waren zuvor gesund und termingerecht geboren. Etwa 1 von 4 dieser Säuglinge muss intensiv behandelt werden.†6


MIT WELCHEN PRÄVENTIVEN MASSNAHMEN KÖNNEN WIR HEUTE STARTEN?

Wir können zwar nicht vorhersagen, welche Säuglinge von einer schweren RSV-Erkrankung betroffen sein werden, aber wir können Maßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Infektion zu verringern.

Sie haben die Möglichkeit, Eltern über die Bedeutung guter Hygieneregeln aufzuklären und ihnen zu helfen, die Anzeichen einer RSV-Infektion bei Säuglingen früher zu erkennen, damit sie davon nicht überrascht werden.

— Informieren Sie Eltern über:

Wie die erste RSV-Saison eines Säuglings (normalerweise November bis März) dessen Gesundheit gefährden kann7

Wie sich Säuglinge durch Kontakt mit Oberflächen und engem Kontakt mit infizierten Personen anstecken können2

Wie sich RSV häufig über den Kontakt mit infizierten älteren Geschwistern auf Säuglinge überträgt8

Welches die frühen Anzeichen einer leichten Infektion sind und bei welchen Symptomen dringend ein Arzt aufgesucht werden sollte9,10


— Besprechen Sie mit den Eltern auch die Hygienemaßnahmen,
die die Verbreitung von Viren reduzieren können:11

Bitten Sie kranke Freunde und Verwandte, engen Kontakt mit Säuglingen zu vermeiden (z. B. Küsse)

Versuchen Sie engen Kontakt zwischen Geschwistern mit Erkältungssymptomen zu vermeiden

Waschen Sie Ihre Hände oft und 20 Sekunden lang mit Seife, besonders wenn sie erkältet sind

Halten Sie beim Husten und Niesen ein Taschentuch oder den Ellenbogen vor Nase bzw. Mund – nicht die Hände

Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig Oberflächen, die Säuglinge berühren oder die sie mit Geschwistern teilen


WIEDERKEHRENDE FRAGEN RUND UM RSV

Beim Umgang mit RSV bei Säuglingen gibt es viele Missverständnisse. Wievielen sind Sie bereits begegnet?


WENN DIE MEISTEN FÄLLE VON RSV MILD VERLAUFEN, WIRD SICH DIE MEHRHEIT DER SÄUGLINGE DANN NICHT VON SELBST ODER MIT HILFE EINES KINDERARZTES ERHOLEN?

Dies ist eine verbreitete Ansicht, und obwohl die Mehrheit der Fälle von RSV bei Säuglingen zu einer leichten Erkrankung führt,2 ist RSV eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte bei Säuglingen unter 12 Monaten.*1

Und da ein schwerer Infektionsverlauf schwer vorhersehbar ist, kann man nicht wissen, welches Kind stationär behandelt werden muss.3

Daher sollten wir wachsam bleiben – für die Gesundheit aller Säuglinge.


SIND ANDERE KRANKHEITEN WIE INFLUENZA FÜR SÄUGLINGE NICHT EIN GRÖSSERES PROBLEM ALS RSV?

Es stimmt, dass Influenza eine potenzielle Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellt; eine Impfung dagegen ist ab einem Alter von 2 Monaten möglich.14

Im Gegensatz dazu stellt RSV auch eine potenzielle Bedrohung für alle Säuglinge dar, aber nur für frühgeborene Säuglinge oder Kinder mit Vorerkrankungen stehen präventive Maßnahmen zur Verfügung.12

Beim Vergleich der Zahlen für stationäre Behandlungen mit anderen häufigen Atemwegserkrankungen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Säuglinge unter 12 Monaten wegen RSV ins Krankenhaus eingeliefert werden, fast 16-mal höher als wegen Influenza-Infektion (US Daten).‡13


FÜHRT DIE RSV-INFEKTION NICHT VOR ALLEM BEI FRÜHGEBORENEN ODER BEI KINDERN MIT VORERKRANKUNGEN ZU SCHWEREN VERLÄUFEN?

Frühgeborene oder Kinder mit Vorerkrankungen haben ein besonders hohes Risiko eine schwere RSV-Erkrankung zu entwickeln.12

Dennoch besteht für alle Säuglinge ein potenzielles Risiko, einen schweren RSV-Infektionsverlauf zu entwickeln.

Tatsächlich zeigen globale Daten, dass die Mehrheit der Säuglinge, die wegen einer schweren RSV-Atemwegsinfektion stationär behandelt werden müssen, ansonsten gesund waren. †6,18

Trotzdem gibt es nur begrenzte Möglichkeiten, die RSV-Erkrankung zu behandeln.

RSV-Prävention ist nur für eine begrenzte Anzahl von Säuglingen verfügbar, und die Therapie beruht weitgehend auf unterstützender Behandlung.12


ICH BIN IN DEM, WAS ICH DEN MEISTEN ELTERN ANBIETEN KANN, BEGRENZT. WIE KANN ICH MIT IHNEN ÜBER RSV SPRECHEN, OHNE SIE ZU BEUNRUHIGEN?

Eine schwere RSV-Erkrankung ist nicht vorhersehbar. Jedes Kind, ob gesund und termingerecht geboren, zu früh geboren oder mit Vorerkrankungen, kann in der ersten RSV-Saison ins Krankenhaus eingeliefert werden.3

Auch wenn es stimmt, dass nur eine begrenzte Anzahl von Säuglingen präventiv behandelt werden kann12, ist es dennoch wichtig, dass alle Eltern RSV und seine Übertragung kennen. Eltern sollten in der Lage sein, Anzeichen einer schweren Infektion zu erkennen und sollten wissen, wann sie medizinische Hilfe aufsuchen müssen.

Mit diesem Wissen können Eltern Maßnahmen ergreifen, um das Risiko zu minimieren, dass ihr Kind mit dem Virus in Kontakt kommt. Bei Verdacht auf eine schwere Erkrankung können informierte Eltern schneller handeln.


WERDEN DIE MEISTEN RSV-INFEKTIONEN IM ERSTEN LEBENSJAHR NICHT VON DER MUTTER AUF SÄUGLINGE ÜBERTRAGEN?

Obwohl eine Übertragung von Mutter zu Kind möglich ist, haben Studien gezeigt, dass kleine Kinder am häufigsten durch Geschwister und Gleichaltrige infiziert werden, da sie mit ihnen viel Zeit verbringen.

Säuglinge mit älteren Geschwistern infizieren sich häufiger mit RSV als Erstgeborene.8,15


* Laut einer US-Studie über RSV-kodierte pädiatrische Krankenhauseinweisungen zwischen 1997 und 1999.1

** Basierend auf einer bevölkerungsbezogenen Studie von drei US-Bezirken mit auf die US-Bevölkerung hochgerechneten Daten. Die Ergebnisse zeigten, dass von RSV-infizierten Kindern unter 5 Jahren etwa 57.527 ins Krankenhaus eingeliefert, 517.747 in einer Notaufnahme und 1.534.064 in Kinderarztpraxen behandelt würden.5

† Basierend auf einer US-Studie mit Daten, die zwischen Oktober 2014 und April 2015 von 4 Standorten des „Influenza Hospitalization Surveillance Network“ (FluSurv-NET) (Kalifornien, Georgia, Minnesota und Oregon) gesammelt wurden. Unter 1.180 RSV-verursachten stationären Behandlungen bei Kindern unter 12 Jahren, hatten 851 keine gemeldete Vorerkrankung (Frühgeburt wurde in der Studie als Vorerkrankung eingestuft).

Die Studie ergab, dass etwa 1 von 3 (n = 115/336) hospitalisierten Säuglingen, die auf die Intensivstation eingeliefert wurden, ansonsten gesund waren.6

‡ Basierend auf US-Daten aus 13 US-Bundesstaaten zwischen 1993 (vor der Anwendung von Grippeimpfstoffen bei Säuglingen) bis 2008. Die durchschnittlichen Krankenhauseinweisungsraten für Säuglinge im Alter von 12 Monaten oder jünger betrugen 151,0 pro 100.000 Personenjahre (Influenza) und 2.345,1 pro 100.000 Personen -Jahre (RSV).13

RSV, respiratorisches Synzytial-Virus

Referenzen:

  1. Leader S et al. Pediatr Infect Dis J 2002; 21(7): 629–632.

  2. Karron RA. Plotkin’s Vaccines. Seventh edition. Chapter 51, Respiratory Syncytial Virus Vaccines. Elsevier Inc. 2018.
  3. Bianchini S et al. Microorganisms 2020; 8(12): 2048.
  4. Simoes EAF. Lancet 1999; 354: 847–852.
  5. Hall CB et al. N Engl J Med 2009; 360: 588–598.
  6. Arriola C et al. J Pediatric Infect Dis Soc 2020; 9(5): 587–595 and SuppInfo.
  7. Reeves RM et al. J Infect 2019; 78(6): 468–475.
  8. Jacoby P et al. Epidemiol Infect 2017; 145(2): 266–271.
  9. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Symptoms and care. 2020. https://www.cdc.gov/rsv/about/symptoms.html.
  10. National Health Service. Tameside and Glossop Integrated Care NHS Foundation Trust. Lower Respiratory Tract Infections, Patient information leaflet. 2020. https://www.tamesidehospital.nhs.uk/documents/PaediatricLRTI.pdf.
  11. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). RSV Prevention. 2020. Available at: www.cdc.gov/rsv/about/prevention.html.
  12. Griffin M et al. N Engl J Med 2020; 383: 415–425.
  13. Zhou H et al. Clin Infect Dis 2012; 54: 1427–1436.
  14. 16. RKI, Epid. Bulletin 34/2020.
  15. Yamin D et al. Proc Natl Acad Sci USA 2016; 113(46): 13239–13244.
  16. Lively JY, et al. J Pediatric Infect Dis Soc. 2019;8(3):284-286.
  17. Byington CL, et al. Pediatrics. 2015;135(1):e24-e31.
  18. Rha B et al. Respiratory Syncytial Virus–Associated Hospitalizations Among Young Children: 2015–2016. Pediatrics. 2020;146(1):e20193611.

MAT-DE-2104407 (09/2021)