Blick auf eine Menschenmenge in Bewegung

REISEIMPFUNGEN

Turm aus Sehenswürdigkeiten und Reiseutensilien

Klimatische Unterschiede führen besonders bei weit entfernten Reisezielen dazu, dass dort andere, für uns fremde Erreger, vorkommen. Sie können Krankheiten wie zum Beispiel Cholera, Gelbfieber oder Typhus verursachen, die sehr unangenehm oder sogar lebensgefährlich sein können. Wichtige Faktoren, die die Verbreitung von Krankheiten beeinflussen, sind u. a. die hygienischen Bedingungen im Land und der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Niemand will im Urlaub krank werden und erst recht keine Krankheit mit nach Hause bringen und womöglich Familie und Freunde anstecken. Daher sollte man sich schon bei der Planung einer Reise darüber informieren, ob und welche Reiseimpfungen sinnvoll sein können. Eine reisemedizinische Beratung und Impfungen gegen Reisekrankheiten können zu einer unbeschwerten Reise beitragen.

Impfungen, die in Deutschland grundsätzlich von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfohlen werden, bezeichnet man als Standardimpfungen. Sie beziehen sich auf Erkrankungen, die bei uns in Deutschland vorkommen können.

Neben diesen Standardimpfungen gibt es sogenannte Indikationsimpfungen, die nur unter bestimmten Umständen bzw. für bestimmte Personengruppen empfohlen werden. Dazu gehören die Reiseimpfungen. Welche Reiseimpfungen für welches Land empfohlen werden, kann auf der Webseite vom Auswärtigen Amt eingesehen werden.

Das Vorkommen von Erregern unterscheidet sich regional, und auch die Jahreszeit der Reise kann Einfluss darauf haben, wie hoch die Gefahr einer Ansteckung ist. Auch beim Thema Reisen gilt: Schutzimpfungen sind eine wichtige Präventionsmaßnahme, die helfen können, Infektionskrankheiten zu verhindern. Insektenschutz, Hygienemaßnahmen oder Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel können das Risiko zusätzlich vermindern, dass man auf Reisen krank wird.

Kosten für Reiseimpfungen

Da Reiseimpfungen nicht zu den Standardimpfungen zählen, werden die Kosten dafür nicht grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es lohnt sich aber trotzdem, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, denn mittlerweile nehmen immer mehr Versicherer Reisimpfungen in ihren Leistungskatalog auf und erstatten die Kosten zumindest anteilig. Eine Übersicht zur Erstattung bestimmter Reiseimpfungen bei den Gesetzlichen Krankenkassen, ist beim Centrum für Reisemedizin zu finden.

MAT-DE-2000126v1.0 05/2020