Blick auf eine Menschenmenge in Bewegung

REISEIMPFUNG NACH REGIONEN

Eine Weltkarte von oben und eine Hand zeigt auf ein Ziel. Daneben eine Sonnenbrille, Reisepass, Fotoapparat.

Lassen Sie sich rechtzeitig beraten

Vor einer Reise sollte man sich frühzeitig darüber informieren, ob im jeweiligen Zielland aktuell ein besonderes Risiko für einzelne Infektionskrankheiten besteht. Eine reisemedizinische Beratung kann sehr hilfreich sein, um das persönliche Ansteckungsrisiko zu ermitteln. Der Hausarzt ist grundsätzlich ein guter Ansprechpartner, eine umfassendere Beratung zu Reiseimpfungen besonders bei Fernreisen bieten aber vor allem Tropeninstitute und einige Gesundheitsämter an.

Auf der Seite des Robert Koch-Instituts finden Sie eine Liste der Tropeninstitute in Deutschland.

Auch auf der Homepage des Auswärtigen Amtes kann man sich über aktuelle Reisehinweise für einzelne Länder informieren.

In einige Länder (z. B. Togo, Kamerun oder Ecuador) kann man beispielsweise ohne den Nachweis einer erfolgten Gelbfieber-Impfung nicht einreisen.

Auch für Reisen gilt natürlich, dass der Impfschutz für die Standardimpfungen in Deutschland auf dem neusten Stand sein sollte. Denn Krankheiten wie Tetanus, Masern oder Keuchhusten können weltweit vorkommen.

Kosten für Reiseimpfungen

Da Reiseimpfungen nicht zu den Standardimpfungen zählen, werden die Kosten dafür nicht grundsätzlich von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es lohnt sich aber trotzdem, bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen, denn mittlerweile nehmen immer mehr Versicherer Reisimpfungen in ihren Leistungskatalog auf und erstatten die Kosten zumindest anteilig.

Afrika

Reiseimpfung - Region Afrika

Besonders bei Reisen in afrikanische Länder sollte man sich rechtzeitig über Reiseimpfungen informieren, da hier das Risiko für eine Ansteckung mit bestimmten Krankheitserregern sehr hoch ist. Dazu gehören besonders das Gelbfieber-Virus und Meningokokken. Betroffen sind vor allem Länder entlang des Äquators, wozu beliebte Reiseländer wie Kenia, Kongo, Äthiopien, Kamerun oder Angola gehören. Grundsätzlich besteht in vielen afrikanischen Ländern außerdem das Risiko, sich mit Cholera, Hepatitis A oder B, Tollwut, Typhus oder Grippe anzustecken.

Asien

Reiseimpfung - Region Asien

Asien zeichnet sich durch ein sehr tropisches, feuchtes Klima aus und beherbergt viele verschiedene Krankheitserreger. Typhus ist vor allem in Indien, Thailand, Kambodscha und Pakistan verbreitet. In beliebten Reiseländern in Südostasien wie Indonesien, den Philippinen und Thailand besteht außerdem ein erhöhtes Risiko, sich mit Cholera zu infizieren. Streunende Hunde können Tollwut übertragen. Auch FSME, Hepatitis A und B, Meningokokken und Grippe kommen in Asien vor. Das Japanische-Enzephalitis-Virus kommt aktuell in Indien, Pakistan, Nepal, Burma, Thailand, China, Japan und Korea vor.

Australien

Reiseimpfung - Region Australien

In Australien besteht kein besonderes Risiko für Infektionskrankheiten. Erreger, die weltweit verbreitet sind, können aber auch hier zu einer Erkrankung führen. Dazu gehören Hepatitis A und B, Tollwut und Meningokokken. Bei der Grippe ist zu beachten, dass das Ansteckungsrisiko besonders in den Monaten von April bis September am höchsten ist, wenn auf der südlichen Halbkugel Herbst/Winter ist. Grundsätzlich sollte vor einer Reise auch der Impfstatus für Standardimpfungen wie Masern, Tetanus und Diphtherie kontrolliert werden.

Europa

Reiseimpfung - Region Europa

In Europa besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für FSME, besonders in osteuropäischen Ländern wie Slowenien, Estland, Lettland, Russland und Deutschland. Auch in Österreich, der Schweiz und Skandinavien kann die Viruserkrankung durch Zeckenstich übertragen werden. Hepatitis A und B, Meningokokken und Grippe sind ebenfalls auf dem gesamten europäischen Kontinent verbreitet. Tollwut kommt in Süd- und Mitteleuropa nur noch selten vor (Ausnahme: Fledermaustollwut), in Osteuropa aber häufiger.

Nordamerika

Reiseimpfung - Region Nordamerika

In den nordamerikanischen Ländern USA und Kanada ähnelt die Verbreitung von Infektionskrankheiten der in Deutschland. Standardimpfungen gegen Hepatitis B und Meningokokken sollten ebenso auf dem aktuellen Stand sein, wie Impfungen gegen Hepatitis A und Grippe. Tollwut kann in der Region vorkommen und wird hier vornehmlich durch Fledermäuse übertragen. Bei geplanten Reisen in die Karibik sollte man sich als Vorbereitung über aktuelle Impfempfehlungen informieren. In Ländern wie Haiti, Kuba und der Dominikanischen Republik kam es in der Vergangenheit z. B. zu Fällen von Cholera und Typhus.

Südamerika

Reiseimpfung - Region Südamerika

In südamerikanischen Länder wie Brasilien, Bolivien, Peru oder Kolumbien besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Gelbfieber. Auch andere Infektionskrankheiten wie Hepatitis A und B, Meningokokken, Tollwut, Typhus und Grippe können vorkommen.

MAT-DE-2000126v1.0 05/2020