Die nachstehenden Informationen geben dir einen Überblick über notwendige und sinnvolle Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge bei einer Reise in dieses Land.

Klima

Überwiegend tropisches Hochlandklima mit Jahresmitteltemperatur um 20° C; Küstenbereich ganzjährig tropisch-heiß (Jahresmittel um 26° C); Regenzeit von Dezember bis Mai, in Äquatornähe zwei Regenperioden (März bis Mai und Oktober/November).

Einreise-Impfvorschriften

Bei Direktflug aus Europa: keine Impfungen vorgeschrieben.

Bei einem vorherigen Zwischenaufenthalt (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) in einem der aufgeführten Länder (Gelbfieber-Endemiegebiete) wird bei Einreise eine gültige Gelbfieber-Impfbescheinigung verlangt (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr). 

Entgegen den offiziellen Bestimmungen ist es am Kilimanjaro Airport auch bei der Einreise aus Nicht-Endemiegebieten zu Kontrollen der Gelbfieber-Impfung gekommen.

Bei Einreise nach Sansibar wird der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung regelmäßig verlangt. Da die dortigen Behörden Einreisen vom Festland als Ankunft aus einem Endemiegebiet ansehen, wird für die Weiterreise auf die Insel der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung erforderlich.

Gelbfieber-Impfbescheinigung auch erforderlich bei Zwischenstopp oder Umstieg (Transitverkehr), der länger als 12 Stunden dauert, in einem der untenstehenden Länder. Abweichend von der offiziellen Bestimmung kann der Impfnachweis auch bei kürzerem Transit-Aufenthalt verlangt werden.

Gemäß der Internationalen Health Regulations (2005) der WHO, in der geänderten Fassung vom 11. Juli 2016, ist die Gelbfieber-Impfbescheinigung nach einmaliger Impfung lebenslang
gültig
.1 Es ist möglich, dass abweichend von der offiziellen Regelung bei Einreise ein Impfnachweis verlangt wird, der nicht älter als 10 Jahre ist. Ärztliche Bescheinigungen zur Befreiung von der Gelbfieber-Impfung ("exemption certificate", "waiver") werden bei der Einreise nicht anerkannt.

Impfbescheinigung erforderlich bei Einreise aus:

Angola · Äquatorialguinea · Argentinien · Äthiopien · Benin · Bolivien · Brasilien · Burkina Faso · Burundi · Ecuador · Elfenbeinküste · Franz. Guayana · Gabun · Gambia · Ghana · Guinea · Guinea-Bissau · Guyana · Kamerun · Kenia · Kolumbien · Kongo, Rep. · Kongo, Dem. Rep. · Liberia · Mali · Mauretanien · Niger · Nigeria · Panama · Paraguay · Peru · Senegal · Sierra Leone · Sudan · Südsudan · Suriname · Togo · Trinidad & Tobago · Tschad · Uganda · Venezuela · Zentralafrikanische Republik

Empfohlener Impfschutz

Allgemein zu empfehlender Impfschutz überprüfen, ggf. ergänzen bzw. auffrischen. 

Je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen im Lande außerdem zu erwägen:

Reisebedingung 1:
Reise durch das Landesinnere unter einfachen Bedingungen (Rucksack- /Trecking- /Individualreise) mit einfachen Quartieren/Hotels; Camping-Reisen, Langzeitaufenthalte, praktische Tätigkeit im Gesundheits- o. Sozialwesen, enger Kontakt zur einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich

Reisebedingung 2:
Aufenthalt
 in Städten oder touristischen Zentren mit (organisierten) Ausflügen ins Landesinnere (Pauschalreise, Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants mittleren bis gehobenen Standards)

Reisebedingung 3:
Aufenthalt ausschließlich in Großstädten oder Touristikzentren (Unterkunft und Verpflegung in Hotels bzw. Restaurants gehobenen bzw. europäischen Standards)

Malaria


Risiko: ganzjährig, verstärkt während der Regenzeit

  • hohes Risiko landesweit unterhalb 1800 m sowie auf Sansibar und Pemba;
  • mittleres bis geringes Risiko im zentralen Hochland (Gebiete zwischen Mbeya und Dodoma), in den Grenzgebieten zu Kenia im NO;
  • in Regionen von 1800 bis 2500 m Höhe ist regional mit einem geringen Risiko zu rechnen, höhere Lagen gelten als malariafrei;

Vorbeugung:

Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich (Expositionsprophylaxe).

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • In der Dämmerung und nachts Aufenthalt in mückengeschützten Räumen (Räume mit Aircondition, Mücken fliegen nicht vom Warmen ins Kalte)
  • Beim Aufenthalt im Freien in Malariagebieten abends und nachts weitgehend körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen).
  • Anwendung von insektenabwehrenden Mitteln an unbedeckten Hautstellen (Wade, Handgelenke, Nacken). Wirkungsdauer ca. 2-4 Std.
  • Im Wohnbereich Anwendung von insektenabtötenden Mitteln in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen.
  • Schlafen unter dem Moskitonetz (vor allem in Hochrisikogebieten)

Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) dringend zu empfehlen. Zu Art und Dauer der Chemoprophylaxe frage deine:n Ärzt:in oder Apotheker:in bzw. informiere dich in einer qualifizierten reisemedizinischen Beratungsstelle (s. unten). Malariamittel sind verschreibungspflichtig.

Aktuelle Meldungen (Stand: 15.11.2023)

Darminfektionen: Risiko für Durchfallerkrankungen landesweit. Es kommt regelmäßig zu örtlich begrenzten Cholera-Ausbrüchen. Hygiene sorgfältig beachten, ggf. ist eine Impfung zu erwägen.

Einreiseimpfvorschrift: Das Infektionsrisiko für Gelbfieber in Tansania wird von der WHO als gering eingestuft, eine Impfung wird nicht generell empfohlen. Entsprechend der offiziellen Einreiseimpfvorschriften (ITH 2020) wird eine Gelbfieberimpfung bei Einreise aus Endemiegebieten für Personen, die älter als 1 Jahr sind, verlangt. Erfahrungsgemäß ändern sich die Bestimmungen häufig und die Angaben der verschiedenen Behörden weichen voneinander ab. Die Bestimmungen werden manchmal auch an einigen Flughäfen (Kilimanjaro Airport in Arusha) oder von einzelnen Grenzbeamten unterschiedlich ausgelegt und gehandhabt. Entgegen den offiziellen Angaben wird bei der Einreise nach Sansibar häufig eine Gelbfieberimpfung verlangt. Eine offizielle Erklärung des sansibarischen Gesundheitsministeriums ist auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes veröffentlicht.

Poliomyelitis: Im Juli 2023 wurde die erste Infektion mit Impfstoff-abgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2)* gemeldet. Anfang September 2023 wurde eine zweite Infektion gemeldet. Durch das Auftreten des cVDPV2 gehört das Land formal zu den Ländern mit potentiellem Risiko der internationalen Verbreitung des Erregers. Infolge dessen müssen alle Personen (Einheimische und Touristen), die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben, bei der Ausreise eine Impfung gegen Polio vorweisen. Die Impfung muss zwischen 4 Wochen und einem Jahr vor der Abreise erfolgen und in einem international gültigen Impfausweis dokumentiert sein. Impfschutz beachten.

Allgemeine Hinweise

Medizinische Versorgung: Landesweit ist mit Engpässen und Mängeln bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen. Adäquate Ausstattung der Reiseapotheke (Zollbestimmungen beachten, Begleitattest ratsam), Auslandskrankenversicherung mit Abdeckung des Rettungsrückflug-Risikos für Notfälle dringend empfohlen.

Botschaften

Für Deutschland zuständige Vertretung:

Botschaft
Eschenallee 11, 14050 Berlin
Tel.: 030 - 303 08 00
Fax: 030 - 30 30 80 20
E-Mail: berlin@tzembassy.go.tz

 

Deutsche Vertretung:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Umoja House, Mirambo Street/Garden Ave., 2nd Floor, Daressalam
Tel.: 00255 22 - 211 74 09
Fax: 00255 22 - 211 29 44
E-Mail: info@daressalam.diplo.de
URL: http://www.daressalam.diplo.de


(Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)
 

Wichtige Hinweise

Wir empfehlen grundsätzlich, sich vor einer Reise aktuell, kompetent und individuell zu Gesundheitsfragen beraten zu lassen. Nutze zur Suche der Beratungsstellen unsere Google Maps Suche. 

Informationen zur Kostenübernahme von Impfungen für private Auslandsaufenthalte durch deine Krankenversicherung findest du in unserer Rubrik "Kostenerstattung".

 

Diese Informationen wurden nach sorgfältiger Recherche zusammengestellt und werden regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr oder Haftung für die Korrektheit und Aktualität der Informationen und Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte informiere dich über ausführliche und tagesaktuelle Reise- und Sicherheitshinweise pro Zielgebiet auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

Stand: 15.11.2023

    *Nach oraler Gabe von OPV vermehren sich die Lebendviren gewöhnlich für 6-8 Wochen im Magen-Darmtrakt der geimpften Person. Ist die Bevölkerung aufgrund zu niedriger Polio-Impfquoten nicht ausreichend geschützt, können Impfviren über einen längeren Zeitraum zirkulieren und sich dabei genetisch verändern, Hygienemängel können die Verbreitung begünstigen. Diese Viren nennt man „circulating vaccine-derived polioviruses“ (cVDPV).

    1. https://www.who.int/publications/i/item/9789241580496 in den IHR (2005). Abgerufen am 05.04.2023

MAT-DE-2302824-2.0.-11/2023