Ein Buch liegt auf einem Tisch und ein Finger zeigt auf eine Textpassage

MENINGOKOKKEN-MENINGITIS

Meningokokken: Übersicht zum weltweiten Vorkommen.
ANSTECKUNG
KRANKHEITSBILD
IMPFUNG

Ansteckung

Die Meningokokken-Meningitis wird durch das Bakterium Neisseria meningitidis hervorgerufen. Die Infektionskrankheit wird durch Tröpfcheninfektion (z.B. durch Niesen oder Husten) oder direkten Kontakt mit Infizierten (z.B. beim Küssen) übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 3-4 Tage.

Gut zu wissen

  • In der Trockenzeit, von Dezember bis Juni, kommt es im Meningitisgürtel regelmäßig zu großen Krankheitsausbrüchen.
  • Große Menschenansammlungen und schlecht belüftete Räume in Risikogebieten sollten gemieden werden.
  • Für Pilger nach Mekka ist ein Impfnachweis zwingend erforderlich. Die aktuellen Einreisebstimmungen liefern Informationen dazu.

Krankheitsbild

In ca. ein bis zwei Drittel der Fälle verläuft die Infektion als Meningitis (Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute), bei etwa einem Drittel der Patienten kommt es zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Bei einer Meningokokken-Meningitis treten zunächst plötzlich Kopfschmerzen, Fieber, Kreislaufprobleme, Lichtscheu und die typische Nackensteifigkeit auf. Daraus kann sich ein schweres lebensbedrohliches Krankheitsbild mit punktförmigen Hautblutungen, Krampfanfällen oder Hirnnervenlähmungen entwickeln. Verbreiten sich die Erreger im Blutkreislauf der erkrankten Person, kommt es zu einer Blutvergiftung, die zu Kreislaufkollaps, Organversagen und innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen kann. Bei etwa 10 bis 20 % aller Patienten kommt es zu Komplikationen und es können dauerhafte Schäden bestehen bleiben, wie z. B. der Verlust von Gliedmaßen, Hirnschäden und Taubheit.

Impfung

Es gibt verschiedene Meningitis-Bakterien-Typen und dementsprechend unterschiedliche Impfstoffe und Impfschemata. Ärzte oder Tropeninstitute bieten Beratung abhängig von den geplanten Reiseaktivitäten an.

MAT-DE-2000126v1.0 05/2020