COVID-19

Auslöser der Erkrankung COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) ist das Virus SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus Type 2). Das Virus wird vor allem durch Einatmen virushaltiger Partikel in der Luft übertragen.1 Typische Krankheitsanzeichen sind Erkältungssymptome (z. B. Husten, Fieber) und Störungen des Geruchs- bzw. Geschmackssinns. Vor allem bei älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen kann es zu schweren Krankheitsverläufen kommen.1 Auch Langzeitfolgen wie eingeschränkte Belastbarkeit sind möglich.1

Eine Therapie bei COVID-19 richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Unter anderem werden Substanzen, die gegen das Virus wirksam sind, oder auch Antibiotika zur Behandlung von bakteriellen Ko-Infektionen eingesetzt.1

Eine Impfung kann vor der Erkrankung schützen. Die Impfempfehlungen der STIKO* bei COVID-19 sind abhängig vom Alter und vom individuellen Risiko.2

    Erreger von COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) ist das Virus SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus Type 2). Das neuartige Virus verbreitet sich seit Anfang 2020 weltweit und ist für die Coronavirus-Pandemie verantwortlich gewesen.1

    SARS-CoV-2 wird vor allem durch das Einatmen virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen oder Niesen entstehen, übertragen. Abhängig von der Größe der Partikel und ihren physikalen Eigenschaften wird dabei zwischen größeren Tröpfchen und kleinen Aerosolen unterschieden, die Übergänge sind dabei allerdings fließend. Während größere Partikel rasch zu Boden sinken, können Aerosole über längere Zeit in der Luft schweben und sich in geschlossenen Räumen verteilen. Die Wahrscheinlichkeit, Tröpfchen oder Aerosole einzuatmen, ist im Umkreis von etwa 1,5 m um eine infektiöse Person herum erhöht.1

    Innerhalb geschlossener Räume kann das Virus jedoch auch über größere Distanzen übertragen werden, vor allem dann, wenn diese klein und schlecht belüftet sind. Neben dem Einatmen virushaltiger Partikel ist auch eine Ansteckung durch kontaminierte Oberflächen möglich. Eine Übertragung des Virus kann bereits vor dem Auftreten erster Krankheitssymptome erfolgen.1

    Zwischen der Ansteckung und dem Beginn erster Krankheitssymptome vergehen im Durchschnitt etwa 3 Tage. In Einzelfällen kann diese sogenannte Inkubationszeit bis zu ca. 12 Tage dauern.1

    Inkubationszeit COVID-19
    COVID-19 Symptome, Fieber Husten

    Typische Symptome der durch SARS-CoV-2 ausgelösten Erkrankung COVID-19 sind Fieber, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen sowie Störungen des Geruchs- bzw. Geschmackssinns. Zudem kann es zu Atemnot kommen. Weitere mögliche Beschwerden sind Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.1

    Bei COVID-19 kann es zu folgenden weiteren Erkrankungsbildern und Komplikationen kommen: 

    Lungenerkrankungen: In schweren Fällen kann sich eine Lungenentzündung (Pneumonie) entwickeln, die eine Krankenhauseinweisung und unter Umständen eine intensivmedizinische Therapie mit künstlicher Beatmung erforderlich macht.1

    Neurologische Symptome und Erkrankungen: Betroffene leiden unter Kopfschmerzen, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Schwindel, Verwirrtheit und anderen Beeinträchtigungen. Auch Schädigungen des Gehirns und Schlaganfälle sind möglich.1

    Symptome im Magen-Darm-Trakt: Eine SARS-CoV-2-Infektion kann auch mit Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfällen einhergehen.1

    Herz-Kreislauf-Symptome und -Erkrankungen: COVID-19 kann das Herz und die Blutgefäße betreffen. Mögliche Folgen sind Entzündungen des Herzmuskels, Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen sowie Blutgerinnungsstörungen wie Thrombosen.1

    Nierenerkrankungen: Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion kommen.1

    Haut-Symptome: In manchen Fällen treten Hautveränderungen wie Ausschläge, Papeln, Rötungen oder Hautbläschen auf.1

    PIMS: Bei Kindern kam es vor allem in den ersten zwei Jahren nach Beginn der Pandemie in seltenen Fällen zum PIMS (Pädiatrischen Inflammatorischen Multisystem-Syndrom; Synonym: MIS-C [Multisystem Inflammatory Syndrom in Children]), eine postakute Komplikation infolge einer Dysregulation des Immunsystems. Das Risiko war stark variantenabhängig und ist ab etwa Frühjahr 2022 stark gesunken.1

    Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht insbesondere bei:1

    • älteren Personen, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter steigt
    • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
    • Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, insbesondere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Lunge, der Leber oder der Nieren, Diabetes mellitus oder neurologischen Erkrankungen
    • Personen in Pflegeeinrichtungen (hohe Menschendichte mit hohem Alter bzw. Vorerkrankungen)

    „Long COVID“ bezeichnet längerfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen im Anschluss an eine SARS-CoV-2-Infektion, die länger als vier Wochen nach Erkrankungsbeginn noch vorliegen, neu auftreten oder wiederkehrend auftreten können.1

    Vom „Post-COVID-Syndrom“ spricht man, wenn Beschwerden mindestens 12 Wochen nach Erkrankungsbeginn entweder noch vorhanden sind oder neu auftreten und nicht anderweitig erklärt werden können. Es wurde eine große Anzahl Symptome beschrieben, besonders häufig Kurzatmigkeit, Kopf-/Gliederschmerzen, Konzentrationsschwäche („brain fog“) und ausgeprägte, nach Anstrengung verzögert einsetzende, aber langanhaltende Erschöpfung („post exertional malaise“). Ein hoher Anteil der von Post-COVID betroffenen Personen erfüllt nach einem halben Jahr die Kriterien für Myalgische Encephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom (ME/CFS).1

    Insgesamt handelt es sich bei Long COVID und Post-COVID um Krankheitsbilder, deren Definition und klinisches Verständnis weiterhin Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Forschung sind.

    Bei einem milden Krankheitsverlauf erfolgt die Behandlung in der Regel symptomatisch. Das bedeutet, dass die Beschwerden gezielt gelindert werden, während der Körper die Infektion selbst bekämpft. Betroffene sollten sich ausreichend ausruhen und bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden ärztlichen Rat einholen.1

    Bei Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf, zum Beispiel aufgrund von höherem Alter oder bestimmten Vorerkrankungen, kann frühzeitig eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten erfolgen. Diese Medikamente wirken direkt gegen das Virus und können dazu beitragen, das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu verringern. Die Behandlung sollte möglichst früh nach Beginn der Symptome erfolgen.1

    Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein. Je nach Schwere der Erkrankung können unterstützende Maßnahmen wie die Gabe von Sauerstoff oder eine künstliche Beatmung notwendig werden. Zusätzlich können weitere Medikamente eingesetzt werden, um Entzündungsreaktionen zu kontrollieren und Komplikationen vorzubeugen.1

    Bei einem Krankenhausaufenthalt werden zudem vorbeugende Maßnahmen gegen Blutgerinnsel getroffen.1 

    Antibiotika oder Antimykotika werden nur dann eingesetzt, wenn zusätzlich eine bakterielle oder Pilzinfektion vorliegt oder vermutet wird.1

    Ziel ist es, eine sogenannte Basisimmunität aufzubauen. Diese wird durch mindestens drei Kontakte mit einem SARS-CoV-2-Antigen erreicht – entweder durch Impfung, durch eine Infektion oder durch eine Kombination aus beidem.1

    Nach Einschätzung der STIKO sollte mindestens einer dieser Kontakte durch eine Impfung erfolgt sein.1

    Die Kombination aus Impfung und durchgemachter Infektion („hybride Immunität“) bietet einen guten Schutz vor schweren Verläufen.1

    Es ist nicht notwendig, eine möglicherweise unbemerkte Infektion durch eine Antikörperuntersuchung nachzuweisen.1

    COVID-19 Impfung Empfehlung

    Basisimmunität:
    Alle Personen im Alter ≥ 18 Jahre sollten über eine Basisimmunität verfügen. Eine Basisimmunität wird durch mindestens 3 SARS-CoV-2-Antigenkontakte (Impfung oder Infektion) erreicht.2 

    Folgende Menschen sollen weitere – in der Regel im Mindestabstand von 12 Monaten zur letzten bekannten Antigenexposition – Auffrischimpfungen erhalten:2

    • Menschen ab 60 Jahren
    • Menschen ab dem Alter von 6 Monaten mit einer Grundkrankheit, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergeht, 
    • Personen jeden Alters mit einem erhöhten arbeitsbedingten Infektionsrisiko in der medizinischen und pflegenden Versorgung mit direktem Kontakt zu Patient*innen und Bewohner*innen sowie Familienangehörige
    • enge Kontaktpersonen von Menschen, bei denen durch COVID-19-Impfung vermutlich keine schützende Immunantwort erzielt werden kann

Zusätzliche Impfungen für alle ab 60 Jahren

Im höheren Alter lässt die Immunabwehr nach, in der Folge steigt das Risiko für Infektionskrankheiten. Allen Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO* daher zusätzlich Impfungen gegen Pneumokokken, Influenza und Herpes Zoster (Gürtelrose).

Impfungen bei beeinträchtigtem Immunsystem

Manche Erkrankungen bzw. deren Therapien führen zu Einschränkungen des Immunsystems und damit zu einem höheren Risiko für Infektionskrankheiten. Die STIKO* empfiehlt für Betroffene daher zusätzliche Impfungen.

    * Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist ein unabhängiges Expertengremium am Robert Koch-Institut in Berlin, das auf Veranlassung des Bundesgesundheitsministeriums die aktuellen Impfempfehlungen erarbeitet.

    1. Robert Koch-Institut (RKI). COVID-19. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/RKI-Ratgeber/Ratgeber/Ratgeber_COVID-19.html. Stand: 22.05.2025. Abgerufen am 26.02.2026.
    2. Robert Koch-Institut (RKI). Epid Bull. 2026, 4: 1–79.

MAT-DE-2601371-1.0-04/2026

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