Ein Buch liegt auf einem Tisch und ein Finger zeigt auf eine Textpassage

TOLLWUT

Tollwut: Übersicht zum weltweiten Vorkommen
ANSTECKUNG
KRANKHEITSBILD
IMPFUNG

Ansteckung

Das Tollwut-Virus wird durch Biss oder Speichel von infizierten Säugetieren (hauptsächlich Hunden oder Füchsen) übertragen, seltener durch Kratzer von Fledermäusen. Die Inkubationszeit beträgt 3–8 Wochen (kann jedoch auch deutlich länger oder kürzer sein).

Gut zu wissen

  • Kontakt mit Tieren, besonders streunenden Hunden, Fledermäusen und Füchsen in betroffenen Gebieten unbedingt vermeiden.
  • Nach Kontakt mit oder Biss durch ein möglicherweise infiziertes Tier sofort einen Arzt aufsuchen.

Krankheitsbild

Das Anfangsstadium der Erkrankung ist durch ein Brennen, Jucken und erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Bissstelle charakterisiert. Gleichzeitig treten unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Appetitlosigkeit auf. In etwa 70 % der Fälle entwickelt sich eine Entzündung des Gehirns. Bei den Betroffenen kommt es zu einer Scheu vor Wasser, einem vermehrten Speichelfluss („Schaum vor'm Mund“), Wahnvorstellungen, aggressiven und depressiven Verstimmungen, Sprachproblemen und Krämpfen. Eine seltenere Form der Tollwut ist die paralytische Tollwut, die durch zunehmende absteigende Lähmungen aufgrund von Veränderungen an den Nerven des Rückenmarks charakterisiert ist. Die Krankheit verläuft nach Ausbruch immer tödlich.

Impfung

  • Für die vorbeugende Impfung sind 3 Impfdosen nötig.
  • Die Gabe einer sogenannten Postexpositionsprophylaxe (2–5 Impfdosen je nach Impfstatus und verwendeter Impfung) nach Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier ist möglich und sollte so schnell es geht begonnen werden!

MAT-DE-2000126v1.0 05/2020